Riffffs VI – Paths of Possession – Fingergymnastik für Gitarristen

Juli 31st, 2010 § 1 Kommentar

Servus liebe Gemeinde,

bevor ich mich in eine einwöchige InterRailtour durch Europa stürze, gibts hier noch ein paar Neuigkeiten und außerdem ein neues Riffff.

Letzte Woche hatte ich einerseits, wie angekündigt, Theateraufführungen, was total viel Spaß gemacht hat, und andererseits Macks’ neues und erstes Ebook “Fingergymnastik für Gitarristen” quer- und korrekturgelesen (bestellen könnt ihr es hier, incl. Leseprobe). Wer jetzt meint, es würde sich dabei lediglich um eine Sammlung der Übungen aus seinem Fingerübungs-Newsletter handeln, liegt ziemlich falsch. Es gibt 52 Fingerübungen, ausführlich dokumentiert mit midi-, pdf- und GP-Files, und daneben noch ausführliche Kapitel über das richtige Üben (Aufwärmen, Haltung, Sound, …) sowie das Begriffspaar Motivation und Disziplin. Das Ganze ist völlig unkompliziert und locker geschrieben und führt definitv nicht ins Theoriechaos – denn die Fingerübungen sind der Hauptteil, da geht es schlicht um Technik, Fingerunabhängigkeit und -stärkung… Man merkt, dass Macks viel Zeit und Mühe in das Buch gesteckt hat, und darüber hinaus, wie viel Erfahrung er mit Gitarre lernen und üben hat. Lasst es euch mal durch den Kopf gehen! Das bringt einen vorwärts. Die Übungen haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und bauen aufeinander auf (Alternate Picking, Legato, String Skipping, Bending, Sweeping und auch Finger Picking!), so dass man auf Jahre etwas von dem Kauf hat. Außerdem gibts am ersten Verkaufstag – 3. August – 50% Rabatt (bzgl. des Originalpreises) für alle, die da bestellen.

Jetzt möchte ich euch ein neues Riffff vorstellen: Es geht um das Nebenprojekt von George Fisher, dem Frontsänger von Cannibal Corpse. Er findet Abwechslung in “Paths of Possession”, einer Melodic-Death-Metal-Band, die 2007 ihr viertes Album “The End of the Hour” veröffentlicht hat. Hier gehts ums Intro vom Song “Memory Burn”.

PoP (:-D) spielen in Standard B Stimmung. Ich habe zum Transkribieren das Programm Amazing Slow Downer verwendet, mit dem man nicht nur Geschwindigkeit und Tonhöhe eines Songs ändern, sondern auch zwischen den Spuren im rechten bzw. linken “Lautsprecher” hin- und herwechseln kann. D.h. in diesem Fall habe ich die Tonhöhe um fünf Halbtöne auf E Standard erhöht (weil ich zu faul zum runterstimmen bin) und außerdem bei den Gitarrenharmonien die Channel-Switch-Funktion verwendet.

Vielleicht hat ja die oder der ein/e oder andere schon angefangen, beim Song mitzuspielen – zur Tonalität des Rhythmusparts komme ich noch, die Melodie allerdings steht in e-moll (bzw. wenn man wie ich in E standard spielt, a-moll). Hier die Tabs:

Memory Burn I (Rhythmus)

Memory Burn II (Melodie)

Memory Burn III (Harmonie)

Der Rhythmus spielt eine Kadenz I – IV in a-moll, als Breaks allerdings in dieser Form nicht in der diatonischen Musik auftretende Akkorde (vorausgesetzt, meine Transkription ist richtig – die Breaks lockern das ganze also auf). Die Melodie ist dann relativ unspektakulär, sie wird beim zweiten Mal mit der Terz harmoniert. D.h. die zweite Gitarre spielt auf die Töne der ersten die der Tonart entsprechende Terz. Wenn also Gitarre I spielt: a – c – b, dann spielt die Harmonie c – e – d, wobei die Intervalle a – c und b – d kleine und c – e eine große Terz ist/sind. Also streng genommen spielt I a-moll, also A äolisch, und II C-Dur, also C Ionisch, um mal ein bisschen mit Kirchentonarten um sich zu werfen. Würde II in Quarten harmonisieren, würde II in D Dorisch spielen. Generell finde ich harmonisierende Stimmen auf der Gitarre ein super Werkzeug, um den Sound interessant zu gestalten, und im Metal findet man sie überall (Pioniere sind Maiden, würde ich fast sagen).

Ich werde definitiv noch weitere Teile des Songs tabben, vielleicht sogar den ganzen?!

Das wars jetzt auch schon wieder, habt Spaß damit, keine Gewähr =), bei Fragen, Kritik, Anregungen… bitte einfach kommentieren, ich freue mich über Feedback!

Viele Grüße,

Syntaxon

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§ Eine Antwort auf Riffffs VI – Paths of Possession – Fingergymnastik für Gitarristen

  • E-Gitarren sagt:

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