Warum Instrumentalmusik? – AAL-Vorfreude 2
November 6th, 2011 § 4 Kommentare
Vor kurzem habe ich wieder eine Idee von mir aufgenommen, hier könnt ihr sie anhören:
Wie immer bin ich dankbar für jedes Feedback! In der Beschreibung ist auch ersichtlich (beim Hören vllt auch), weshalb dieser Beitrag den Titel AAL-Vorfreude 2 trägt…
Und wie immer ist auch das wieder ein instrumentaler Track, das hat einige persönliche und praktische Gründe.
Da dies ein Ein-Mann-Projekt ist, wäre ich derjenige, der die Lieder mit seiner Stimme verzieren würde. Da ich mich aber nicht des Gesangs mächtig fühle, wird vorerst kein Gesang zu hören sein. Ich könnte mir allerdings vorstellen, mal etwas zu sprechen, ein Zitat, eine Textzeile… Das benötigt aber andererseits ein anständiges Sprachmikro und lauter andere Hard- und Software, und ob sich das lohnt?
Im folgenden spreche ich nur von “Syntaxon” als Ein-Mann-Projekt, d.h. die folgenden Aussagen gelten vllt nicht mehr für eine Band, in der ich mal spielen sollte.
Instrumentalmusik begeistert mich hauptsächlich aus zwei Gründen:
Durch das Fehlen des Gesangs stehen Instrumente wie die Gitarre zwangsweise stärker im Vordergrund und tragen nun zum Großteil dazu bei, die Botschaft eines Liedes zu übertragen. Es kommt also auf die Kreativität, und Aussagekraft des Gitarristen an, und genau das sehe ich als Herausforderung. Noch dazu konzentriert sich ein instrumentales Lied logischerweise stärker auf die Instrumente und wie/ob sie beherrscht werden. Ich als Musiker genieße es also richtig, dass bei Bands wie z.B. Animals as Leaders oder Scale the Summit das Gitarrenspiel und auch die Technik im Vordergrund steht, das “Erzählen” übernimmt und nicht von einer Stimme, von Gesang gestört wird.
Da wären wir beim nächsten Punkt: Gerade im Metalgenre ist eine “gute” Stimme unglaublich selten. Noch seltener ist sie zusammen mit anspruchsvollen Texten zu finden. Wie “muss” Metal-Gesang sein? Guttural? Hoch? Klar? Männlich? Weiblich? Und die Texte? Deutsch? Englisch? Das ist ganz einfach eine Geschmacks- und auch Gewöhnungsfrage. Indem ich Instrumentalmusik mache, gehe ich also der Diskussion über “gute” Metal-Vocals aus dem Weg, nehme allerdings die Last auf mich, ohne Worte eine Botschaft oder Emotionen zu übermitteln. Dieser Gedanke wiederum gefällt mir auch: Der Hörer ist stärker verpflichtet, sich mit dem Song auseinanderzusetzen, ihn auf eigene Weise zu interpretieren, anstatt “nur” die Lyrics zu lesen.
Was denkt ihr zu diesem Thema? Was hört ihr lieber und warum? Falls es Vokalmusik ist, welche Stile? Welche Rolle nehmen für euch die Instrumente bzw. der Gesang ein?
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Tagged:ambient, Animals as Leaders, instrumental, Metal, original song, Persönliches, Progressive, Scale the Summit, Syntaxon, tapping, vokal
Hallo,

wieder ein sehr gelungenes Stück ! Tolle Harmonien !
Man merkt aber meiner Meinung nach, das Gesang oder Melodie-Instrument fehlen. Ist das nur das Intro ? Wie wäre es mit irgendeiner Form von perkussiver Begleitung, nicht unbedingt Schlagzeug ?
Zum Thema Metalgesang : Ich finde das kommt eindeutig auf die Musikrichtung an. So anspruchsvolle Texte wie z.B. bei Rammstein kann man nicht in ein musikalisch/harmonisch komplexes Stück packen. Gute deutsche Texte zu schreiben finde ich sehr schwer, wenn es gelingt sind sie dafür umso besonderer. Mir persöhnlich gefällt sehr gut die Mischung aus screamen und klarem hohem Gesang, wie bei Trivium oder Escape the fate.
Reine Instrumentalstücke sind schwierig, da viele Metal-Fans die Hook vermissen und somit diese Stücke live eher weniger erfolgreich sind. Außerdem muss der Gitarrist wirklich gut sein, um Emotion, Botschaft und Melodie im Style eines Sängers richtig zu treffen und interessant zu gestalten. Eine Mischung aus Instrumentalstücken und Songs mit Gesang ist auf einem Album sicher die beste Lösung, ein/e gute/r Sänger/in natürlich vorausgesetzt.
Freue mich auf die Antwort
Freundliche Grüße
Luki
Hallo Luki,
vielen Dank, dass du dir das Lied angehört und dich damit auseinander gesetzt hast! Ich könnte mir vorstellen, dass diese Idee irgendwo mal als Intro oder Zwischenspiel auftauchen könnte, man könnte sie natürlich noch weiter ausbauen mit einer Melodiestimme oä. Wollte es allerdings so stehen lassen als atmosphärisches, kurzes Stück. Schlagzeug hab ich diesmal bewusst nicht dazugepackt, weil ich die Gitarre allein schon rhythmus-betonend genug fand und den 7/8-Takt nicht zu sehr in den Vordergrund stellen wollte.
Deinen Ansichten zu Gesang bzw. Insturmentalmusik verstehe ich bzw stimme ich zu einem Teil auch zu!
viele Grüße, Syntaxon
Hi,

nach wiederholtem Anhören, bin ich zu dem Schluss gekommen,
dass das Stück so wie es ist genau passt
Ich könnte mir gut vorstellen, dass es als eine Art Hinleitung zu einem Metalstück mit harten Riffs und eventuell ähnlicher Tonart fungiert. Also als kurzes Stück zwischen zwei eventuell sehr unterschiedlichen Songs, um einen guten Übergang herzustellen.
Freue mich schon auf weitere Uploads und vielleicht schaffe ich es demnächst auch mal eine von meinen unzähligen Ideen aufzunehmen
MfG und bis dann
Luki
Dieses Phänomen kenne ich nur zu gut! Ärgerlich ist es allerdings in die andere Richtung, sprich du bist gerade dabei, einen eigenen Song zu spielen, zu üben oder gar aufzunehmen, und plötzlich gefällt dir etwas nicht mehr – ein Übergang zu grob, eine Melodie zu gewöhnlich, ein Riff zu langsam… schrecklich! Grad feile ich wieder an einer Komposition, und natürlich passiert genau das…
bis dahin machs gut,
Wo ich “Kupferlaub” dann noch einbaue, weiß ich nicht, mal sehen. Bin auf jeden Fall gespannt auf deine Uploads! Lass was von dir hören
Syntaxon