Gitarren-Wunschzettel

Mai 19th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Auch in diesem Beitrag wieder etwas eher Persönliches: ein paar Gitarren, die mir seit einiger Zeit im Kopf rumgeistern und “kauf mich, kauf mich!” rufen…

  • Beginnen wir mit einer siebensaitigen Ibanez. Die genaue Modellbezeichnung sei zunächst mal egal, der Fokus liegt auf Ibanez und sieben Saiten. Warum? Ein größerer Tonumfang erweitert die Spielmöglichkeiten ungemein. Dass dabei Verzerrung nicht immer eine Rolle spielen muss, beweisen Bands wie Animals as Leaders oder Scale the Summit mit klaren Tapping-Passagen. Allzu große Umstellungsprobleme von 6 auf 7 Saiten sollte es glaube ich auch nicht geben.
  • Oder wie wärs mit einer Hollowbody-Gitarre von PRS? Emil Werstler beweist sowohl mit seinen Metalprojekten wie Daath als auch mit Bluesvideos oder Jazztutorials auf jamplay.com, wie vielseitig ein solches Instrument sein kann, und dass sein Cleansound freilich nicht von dem einer herkömmlichen E-Gitarre übertroffen werden kann.
  • Zu guter Letzt soll hier noch die Steinberger ZT3 vorgestellt werden. Steinberger stellen äußerst markante, da kopflose, E-Gitarren her. Ihre Instrumente werden von bekannten Künstlern wie z.B. Paul Masdival von Cynic oder Bryan Aspey gespielt. Paul MasdivalDie Besonderheit der ZT3 ist die Möglichkeit, jederzeit mithilfe einer Art Hebelmechanik (sog. Trans-Trem-System) zwischen vier Stimmungen wechseln zu können: D, Eb, E, F und F# standard. Dabei verstimmt sich die Gitarre angeblich nicht, was einem natürlich ungeahnte Flexibilitäten ermöglicht: Mal schnell zu nem Death-Song in D spielen, dann auf Eb wechseln und Jazz-Standards wie z.B. “Take Five”  (es-moll) wesentlich einfacher abwickeln, anschließend in E mit einem Kumpel jammen und zu guter letzt in F zur Heavy-Metal-Kapelle Cauldron dudeln. Das ganze hat natürlich auch seinen guten vierstelligen Preis (1300-1500€)…

Mal sehen, welche der Kandidatinnen in baldiger oder ferner Zukunft mein Eigen wird. Vermutlich bleibts erstmal bei meiner Ibanez S420, die meinen Ansprüchen ja vollständig genügt. Noch ne Gitarre bedeutet doppelter Aufwand, denn die “alte” Gitarre will ich auch nicht verstauben lassen…

Wie wird Sait’ und Zeit in 2011?

Dezember 31st, 2010 § 4 Kommentare

Sechs erholsame und erlebnisreiche Tage mit Freunden auf einer Hütte liegen hinter mir – raus aus dem Weihnachtsstress, rauf auf die Piste. Natürlich war eine Gitarre mit dabei, und zwar meine (gute) alte Legend, die dann ein paar Mal zum Üben und Jammen zur Hand genommen wurde. Mir ist wieder einmal aufgefallen, was ich alles an der Ibanez s420 hab. Letztere ist leichter, verstimmt sich kaum und ist schlicht und einfach besser zu spielen. Denn als ich heimgekommen bin und gleich an die Ibanez, da floss mein Spiel nur so dahin… Vermutlich liegts an den Jumbo Frets, die das Aufdrücken der Finger der Greifhand erleichtern. Anfangs war ich ja skeptisch, weil der Abstand der Saiten vom Griffbrett so groß ist und ich beim String Skipping verzweifelte – aber wie das immer so ist, mit der Übung wurde es besser.

Was der Titel dieses Eintrag schon verrät: es steht ein Saitenwechsel an. Ich bin der Meinung, dass meine Ibanez dringend neue Saiten braucht. Zu Weihnachten hab ich welche geschenkt bekommen, nämlich Ernie Ball 9/42. Allerdings habe ich mir verschiedene Fragen gestellt: Dickere Saiten wegen besserem Klangvolumen und besserer “Angriffsfläche” beim Alternate Picking? Dünnere Saiten wegen weniger Kraftaufwand beim Solospiel (Bending usw.)? Dickere Saiten für eine tiefere Stimmung (D standard z.B.)? Dünnere Saiten, weil ich mich schon an sie gewöhnt habe? Vermutlich muss ich eigene Erfahrungen mit Saitenarten und -stärken machen, genau wie bei der Gitarre selbst, da hilft auch stundenlanges Durchforsten von Internetforen nichts.

Was die Zeit in 2011 betrifft: Sie wird für mich knapper, schließlich beginnt mein Zivi am 3. Januar, im Fernstudium gehts in die Phase vor den Klausuren, und Theater wird auch noch gespielt… Ich möchte auf jeden Fall weiterspielen und üben, ob das mit dem Unterricht weiterhin noch klappt, ist fraglich. Aber die Erfahrung hat für mich gezeigt: Selbst nur spielen, selbst das einfache “Gitarre-in-der-Hand-Haben” ohne große Trainingsgedanken haben bereits eine große Auswirkung auf mein Spiel, technisch und melodisch.

Ich freue mich übrigens sehr, dass in diesem Monat bereits mehr als 300 mal auf meinen Blog zugegriffen wurde. Wie mir meine Statistik verrät, ist das etwa ein Viertel aller bisherigen Aufrufe (begonnen habe ich ja im März) und so viel wie alle Aufrufe in Oktober und November zusammen. Ich führe das einerseits auf meinen Youtube-Kanal zurück, den ich ja schon mit zwei Videos bestückt habe, und andererseits auf genauere Tags, so dass mein Blog besser über Suchmaschinen gefunden werden kann… An dieser Stelle danke an alle Leserinnen und Leser und einen guten Rutsch!

Man sieht sich 2011, Syntaxon

Ein paar Alternate-Picking-Licks…

August 29th, 2010 § 2 Kommentare

Aus meinem “Trainingsalltag” kann ich nur Gutes berichten: Die tägliche Übungsdauer von eineinhalb Stunden wird konstant gehalten, das ganze sechsmal wöchentlich.

Um allerdings etwas Abwechslung zu den – hauptsächlich – chromatischen Fingerübungen zu haben, habe ich mir auch ein paar “harmonische” Licks zusammengesucht bzw. selbst erstellt, um mein Alternate Picking zu üben. Zunächst spiele ich ein Lick auf 70 bpm (Achtelnoten) und steigere nach vier Durchläufen um 5 bpm. Obergrenze sind meistens 95 bpm.

Ein herrliches Archiv für derlei Übungen ist Schanzels Guitar Site. Hier findet man zu fast allen Techniken, die auf der Gitarre gespielt werden können, ausführliche und strukturierte Erklärungen und Licks. Ich kopiere mir die Tabs dann in Word und erhalte ein Übungsblatt wie beispielsweise dieses: Alternate Picking Pattern

Aufgrund des auftretenden Inside Pickings und der häufigen Saitenwechsel ist auch das moll-Lick aus dem Refrain von Death’s Crystal Mountain zum Üben geeignet. Hier habe ich außerdem noch ein selbst entworfenes E-Dur-Pattern hinzugefügt: Alternate Picking Läufe

Was bleibt noch zu sagen? Mir ist aufgefallen, dass ich die Unabhängigkeit von Mittel- und Ringfinger der Greifhand unbedingt verbessern muss. Ist bei euch der Ringfinger auch etwas krumm, wenn ihr alle vier Finger in der ersten Lage mit dem Bundsatz 1-2-3-4 auf eine Saite legt? Vielleicht lade ich noch ein Foto hoch, um mein Problem zu verdeutlichen.

Machts gut, Syntaxon

/edit: Hier der Link zum Foto: http://syntaxon.files.wordpress.com/2010/08/fingerhaltung.jpg

Mich stört, dass ich nicht alle Finger senkrecht aufsetzen kann (Bild zeigt die dritte Lage). Gut – den Zeigefinger nutze ich oft, um die offenen Seiten abzudämpfen, weshalb er etwas flacher ist. Ist das jetzt normal oder nicht?

Übungsplan II

April 2nd, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Aufbauend auf den Fingerübungen aus meinem letzten Eintrag habe ich mir einen neuen Übungsplan entworfen. Er ist fünfteilig, jeden “Tag” steht eine andere Übungsgruppe im Fokus. Diese Übungen werden jeweils dreimal das Griffbrett hoch und runter gespielt, während die übrigen einmal geübt werden. Legatoübungen und die e-Moll Skala stehen täglich an.

  • A I, II und III (Vierer-Gruppe)
  • A IV und V (ZickZack-Gruppe)
  • A VI und VII (Triolen-Gruppe)
  • A VIII, IX und X (Zweier-Gruppe)
  • B alle (Arpeggios)

Der Übungsplan besteht zwar nur aus fünf Teilen, ist jedoch auf eine ganze Woche ausgelegt. Also sollen der sechste und der siebte Tag zum Auffangen von Übungsrückstand (aus Zeit- oder Motivationsgründen^^) und für das Erarbeiten von “frischen” Fingerübungen dienen.

Mit einmal Üben bin ich eine gute Stunde lang beschäftigt. Dann kommt noch ein bisschen Jammen dazu.

An dieser Stelle möchte ich auch eine Website empfehlen, die ein großes Archiv an Technik/Harmonik-Übungen und Licks für die E-Gitarre birgt: Schanzels Guitar Site (siehe Link rechts)

Wer genau weiß, wo noch seine Schwächen liegen, wird hier bestimmt fündig. Für den blutigen Anfänger könnte es jedoch unübersichtlich und erschlagend wirken, da er/sie nicht weiß, wo anzufangen ist.

Schöne Grüße, Syntaxon

Equipment

März 26th, 2010 § 2 Kommentare

Mal ne kurze Auflistung meiner Ausrüstung:

  • E-Gitarre von Legend (wiegt schwer)
  • Verstärker: Peavey Envoy 110
  • Effektgerät: Korg Pandora PX4
  • Plektren: Tortex 1.0 mm, Alice 1.2 mm

Ich habe vor, mir bald eine günstige Ibanez zu kaufen. Irgendwo zwischen diesen beiden: http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Gitarren/E-Gitarren/Ibanez-GRG170DX-Black-Night-/art-GIT0005533-001 oder  http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Ibanez-RGT6EX-Iron-Pewter-/art-GIT0012384-000. Wer hat Empfehlungen/Spielberichte, auch bzgl Abnehmer und Tremolo-System?

Vorteile gegenüber meiner alten Gitarre sehe ich im Gewicht, im flacheren Hals (leichteres Erreichen der höhen Bünde), in den Möglichkeiten, die ein Tremolo bietet und evtl im Saitenhaltersystem am “0. Bund”.

Wo bin ich?

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