(hoffentlich) released in 2011…
Februar 8th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Vor einigen Wochen hab ich schon darüber gebloggt, heute gibts eine kleine Fortsetzung: CD-Veröffentlichungen im laufenden Jahr 2011.
Fangen wir bei den Instrumentalern von Scale the Summit an. Ihr neues, drittes Opus “The Collective” wird am 3. März erscheinen. Was erwartet uns? STS gewähren sowohl Einblick in die Aufnahmearbeiten
als auch in ein musikalisches Produkt davon – “Whales”, der zweite Track, am besten hier reinhören.

The Collective - Coverart
Hokum werden am 9. April ihr Album “The Creation of Pain” auf dem Moosburger Assault Fest III präsentieren. Jüngst haben sie einen Plattendeal mit GoodDamn Records abgeschlossen (ein neu gegründetes Metallabel). Einen weiteren musikalischen Vorgeschmack gibt es in Form von “Blacken” auf ihrer Myspace-Seite. Eindeutig weiterzuempfehlen!

The Creation of Pain - Coverart
Auch von den alten Bekannten Control Denied gibt es gute Neuigkeiten. Wie (Ex-)Manager Eric Greif auf emptywords.org mitteilt, wird mit Hochdruck daran gearbeitet, das zweite Album “When Man and Machine Collide” noch dieses Jahr unter die Meute zu bringen. Die ehemaligen Bandmitglieder erklärten sich bereit, die Arbeit, welche durch Chucks Tod so jäh unterbrochen worden war, wiederaufzunehmen.
Außerdem erschien Anfang Februar eine neu abgemischte Version von “The Sound of Perseverance” von Death, und auch “Human” wurde mit neuen Mitteln (und den alten Sean Reinert und Paul Masdival) neu aufgenommen und wartet auf seinen Release.
Ebenfalls ganz frisch im Metal-Jahr 2011 ist die Scheibe “Tiurida” vom Ein-Mann-Projekt Falkenbach. Ganz unerwartet (so kommts mir vor) taucht sie auf, geboten wird eingängiger, epischer Viking Metal, ganz wie mans kennt (hab noch nicht groß reingehört, deswegen an dieser Stelle keine weitere Kritik). Am besten wohl Augen zu und genießen. Viel Spaß!
Bands/Einflüsse V – International
Oktober 23rd, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Heute schauen wir mal über den Tellerrand des oberbayerischen Metal-Schnitzels hinweg, und dabei hauptsächlich über Ozeane – in die Staaten und nach Großbritannien.
Den Reigen eröffnen Warpath aus Wales, die mit ihrem frischen Thrash-Metal bereits zweimal den Titel ‘Best Unsigned Band of the Year’ vom Terrorizer Magazin abgeräumt haben. Ihr Debutalbum “Damnation” von 2008 überzeugte die Kritiker weltweit, die ersten Kopien waren sofort ausverkauft. Ich muss ganz trocken sagen, ihr Stil hat was. Zwar hat man das ein oder andere Riff schon im Hinterkopf, doch was sie alle gemeinsam haben: sie bringen den Kopf unwiderruflich zum Nicken und Kreiseln. Vocals, Drums, Bass und Gitarren ergänzen sich erstklassig. Für mich das Sahnehäubchen sind die orientalischen Soli (phrygisch-dominant – Marty lässt grüßen). Leider hat Pete, Lead-Gitarrist und damit wohl Urheber dieser herrlichen Soli, kürzlich die Band verlassen… Naja, ein Ersatz ist schon gefunden und der Aufnahmeprozess fürs Zweitwerk in Angriff genommen.
Weiter gehts mit Corruptor von der amerikanischen Ostküste. Ich bin durch Leadgitarristen Sean auf sie gestoßen, er gewann nämlich beim “Strings on Fire”-Solo-Contest von Petruccifever den dritten Preis. Ein herrliches Spiel hat der Knabe, zwischen Melodie und Shred – bei Corruptor treffen seine Fähigkeiten auf die von Sänger Tommy und die von – ja, das wars fürs erste auch schon wieder. Die Band ist momentan inaktiv, weil sich kein festes Line-up finden lässt… So bleibt einem wohl nichts anderes überlassen, als die thrashigen Songs von der ersten CD “Towering Inferno” rauf- und runterzuhören. Mein Anspieltipp ist “Nightmare to Come”, hier wird großer Abwechslungsreichtum in der Instrumental- und Vokalfraktion geboten!
Außerdem noch ein Sologitarrist, der sich dem instrumentellen, progressiven Metal verschrieben hat: Steven DeMartini aus Kalifornien.
Eine verblüffende Technik, Songwriter-Talent und melodiegeprägtes Spiel machen ihn meiner Meinung nach zu einem absoluten Geheimtipp. Bisher hat er zwei Songs veröffentlicht, er stellt allerdings eine EP in Aussicht. Ich bin gespannt, was man noch von ihm zu hören kriegt!
Ein erholsames Wochenende euch allen, Syntaxon
Riffffs X – Cripper – Thrash Metal nach dem alt(bewährt)en Rezept
Oktober 8th, 2010 § 1 Kommentar
Man nehme (Menge ausreichend für eine Wall of Death):
- tief gestimmte Gitarren (mindestens Eb, hier D), in Terzen harmonisierend
- eine ausgewogene Mischung aus Palm Mutes auf der tiefsten Saite und der moll-Pentatonik
- Groove-Parts im Wechsel mit treibenden Gallopp-Riffs
- Pinch-Harmonics
Zum Abschmecken und für die Exotik:
- eine Prise Chromatiken und rhythmische Verschiebungen
- eine weibliche Stimme ans Mikro
Das Ganze unter Beigabe von Schweiß, Bier, Fleisch und Plektren 6,66 Tage ziehen lassen, und heraus kommt:
Willkommen zum zehnten Riffff! Wie an den Zutaten schon erkennbar, wird heute beinahe klischeehafter Thrash serviert – aber er geht ins Ohr!
Cripper sind eine Thrash-Metal-Band aus Hannover und spielen recht eingängigen Thrash, der die Stile aller Szenegrößen vereint. Doch vor allem Frontfrau Britta macht die eigene Note aus. Wenn man bei Youtube aus Faulheit nach “Thrash Metal” sucht, findet man “Shortcut” von ihnen, bei weiteren Durchwühlungen stieß ich dann auf “Wake up dead”. Hier mal die Tabs: Cripper Wake up dead Intro
Zu Harmonik und Rhythmik gilt eigentlich das obige “Rezept”. Ich war außerdem zu faul, die Gitarrenstimmen zu trennen bzw. Pinch Harmonics und Hammerons einzutragen.
Wichtig ist noch der Tempowechsel nach dem ersten Teil des Intros und die rhythmische Verschiebung im Takt 17 – da kommt der Nacken beim Kreiseln mal kurz durcheinander, schließlich wird ein 4/4 zu einem 3/4-Takt verkürzt. Ist was unklar, einfach das Lied anhören, oder – auch gerne gesehen =) – kommentieren.
Gruß, Syntaxon
Riffffs I – Suicidal Angels “Mourning of the Cursed”
Juni 17th, 2010 § 2 Kommentare
Servus!
Mir ist gerade die Idee gekommen, eine Blogserie mit Riffs (Tabulaturen) ins Leben zu rufen. Einerseits, um gleichsam eine Pinnwand dafür zu erstellen, andererseits, um daran Theorie oder sogar eigene Fortschritte festzumachen
. Falls noch nicht klar ist, wie ich dieses Konzept auslegen möchte, hier ein erstes Beispiel:
Das Instrumentalstück “Mourning of the Cursed” der griechischen Thrash-Metaller “Suicidal Angels” vom Album “Sanctify the Darkness” (2009).
Tuning: D Standard Riff a Q=138 s s s s s s s s s s s s e e 3x e e e e e e e e d|---------------------------------|---------------------------------| A|---------------------------------|---------------------------------| F|o-------------------------------o|---------------------------------| C|o-----------------------10s--9--o|----10s-12------12s-13--13s-12---| G|-------------------------8s--7---|-----8s-10------10s-11--11s-10---| D|-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0---------|-0-----------0-------------------| Riff b Q=168 (Tempowechsel) s s s - e e e s s s - e s s s - e e e s s s - s - d|---------------------------------|---------------------------------| A|---------------------------------|---------------------------------| F|---------------------------------|---------------------------------| C|---------------------------------|----------------10---------------| G|--------11------10-----------8---|---------7-----------------------| D|-0-0-0-------0-------0-0-0-------|-0-0-0-------0-------0-0-0---0---| s s s - e e e s s s - e s s s - e e e s s s - s - d|---------------------------------|---------------------------------| A|---------------------------------|---------------------------------| F|---------------------------------|---------------------------------| C|---------------------------------|-----------------9---------------| G|--------11------10-----------8---|---------7-----------------------| D|-0-0-0-------0-------0-0-0-------|-0-0-0-------0-------0-0-0---0---| s s s - e e e s s s - e s s s - e e e s s s - s - d|---------------------------------|---------------------------------| A|---------------------------------|---------------------------------| F|---------------------------------|---------------------------------| C|---------------------------------|-----------------8---------------| G|--------11------10-----------8---|---------7-----------------------| D|-0-0-0-------0-------0-0-0-------|-0-0-0-------0-------0-0-0---0---| e e e e e e e e e e e e q q d|---------------------------------|---------------------------------| A|---------------------------------|---------------------------------| F|---------------------------------|---------------------------------| C|---------------------------------|-----------------8-------8-------| G|---------------------------------|-----------------6-------6-------| D|-0---0---0---0---0---0---0---0---|-0---0---0---0-------------------| alternatives Ende Riff b s s s - e e e s s s - s q q q q d|---------------------------------|---------------------------------| A|---------------------------------|---------------------------------| F|---------------------------------|---------------------------------| C|----------------------------10---|(10)-----9-----------------------| G|--------11------10-----------8---|-(8)-----7------10-------9-------| D|-0-0-0-------0-------0-0-0-------|-----------------8-------7-------| Riff a wiederholen Schlussakkord F5 w d|---------------------------------|---------------------------------| A|---------------------------------|---------------------------------| F|-7~------------------------------|---------------------------------| C|-5~------------------------------|---------------------------------| G|-5~------------------------------|---------------------------------| D|-3~------------------------------|---------------------------------| Legende: w whole note h half note q quarter note e eigth note s sixteenth note - pause 10s slide (10) let ring
Hier gilt generell: Die Noten auf der tiefen D-Saite werden palm muted gespielt. Besonders interessant an diesem Riff sind meiner Meinung nach die zwei Halbtonschritte D-D# und F-F# auf der G-Saite (Riff a) und das chromatische Absteigen auf der C-Saite Bb-A-Ab (Riff b). Sonst würde ich mit meinem bescheidenen Wissen behaupten: klassischer atonaler Thrash à la Slayer und Kreator! Das Ganze wurde nach Gehör getabbt, keine Gewähr. Zur leichteren Lesbarkeit einfach kopieren und mit notepad.exe öffnen.
Ich persönlich habe noch Schwierigkeiten mit dem Tempo und mit dem Saitenwechsel in Riff a von den Sechzehnteln zum Powerchord D#.
Lasst doch ein kurzes Feedback da! Nächste Woche gehts voraussichtlich mit Riffffs II weiter.
Viele Grüße und viel Spaß,
Syntaxon