Mal wieder Meldung erstatten…
November 17th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Ja, lang hat sich nichts mehr getan, aber das heißt nicht, dass es nicht mal wieder ein paar Neuigkeiten gegeben könnte (die Rhetorik in meinen Einleitungen hat sich allerdings nicht gebessert^^).
Am meisten beschäftigt mich momentan das zweite Projekt meiner Theatergruppe KSE, in einer Woche führen wir “tattoo” auf, modernes Drama, fünf Aufführungen insgesamt. Und es will noch einiges erledigt werden, Requisite, Zuschauerraum, einige Finessen im Spiel… Daneben hat mein Fernstudium angefangen (fern deshalb, weil ich ab Januar noch Zivi hab…) – und es hat mich auch im Griff. Eigentlich will ich auf Physik hinaus, allerdings bestehen die ersten Semester aus 66% Mathe… und das ist kein kleines Einmaleins^^. Experimentalphysik als Vorlesung gefällt mir hingegen sehr.
Auch den Gitarrenunterricht bei Karl besuche ich noch, inzwischen regelmäßig. Wir sind jetzt bei einem zweiten Jazz-Standard angekommen, “Autumn Leaves” – gar nicht passend zur Jahreszeit. Nachdem wir uns bei Blue Bossa eher auf Melodie und Impro konzentriert haben, liegt hier der Fokus auf Akkord-Voicings, die das ganze Lied “nachbilden”. Die Theorie dazu sind Akkorde und ihre Umkehrungen sowie Ergänzungen (b9, 9, #9, 11, 13). War anfangs anstrengend für die Finger, macht aber wirklich Spaß.
Meinen Übungsplan hab ich auch umgekrempelt. Hauptsächlich aus Zeitproblemen – so hab ich Läufe/Übungen, die schon recht flüssig funktionieren, oder die ich beim Improvisieren sowieso oft genug anwende/einbaue, einfach mal rausgeschmissen, jetzt solls mal ausschließlich um Fingerstrecken/dehnen, String Skipping, Stärken des kleinen Fingers, Bending, Fingerrollen (“Vorbereitung” zum Sweepen), schnelle 16tel(triolen) gehen… möglichst auch kombiniert. Das ganze ist dann auch in etwa 20-30 Minuten erledigt, dann gehts an Songs: Einerseits die Jazzstandards üben und vertiefen, andererseits endlich ENDLICH mal wieder eine eigene Komposition einüben und hochladen – ich bin damit ja immer sehr schlampig und fang ständig neue Ideen an, – also diesmal isses was “Progressiveres” (wenn man das mal über ungewöhnliche Taktarten definieren darf), dennoch melodiös, .. blabla ich beginne schon wieder mein eigenes Zeug zu zerpflücken….
Dann soll das erstmal genügen, mal schauen, wanns einen Song, ein Riffff, ein Review usw gibt…
Viele Grüße, Syntaxon
Übungsplan V – Fingerübungen
Oktober 6th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Inzwischen habe ich nach einigen Wochen intensiven und nachlässigen Übens meinen Übungsplan etwas überarbeitet, da mir immer wieder technischen Schwachstellen aufgefallen sind. Hier findet ihr den Link zu den Tabs einiger eigener Übungen: Tabs…
- Da wäre beispielsweise die Unabhängigkeit von Mittel- und Ringfinger der Greifhand. Gerade beim Spreizen dieser Finger oder beim String Skipping tue ich mich schwer, die beiden zu trennen – es scheint als ob stets der eine dem anderen hinterher muss. Im pdf oben sind es die Übungen I, II und III, die Abhilfe schaffen sollen. I basiert auf der verminderten E-Tonleiter. Diese besteht nur aus kleinen Terzen (E – G – Bb – Db – E). II ist eine chromatische String Skipping-Übung, bei der Mittel- und Ringfinger “getrennt” werden. Und was II betrifft – bevor ich mich in Erklärungen verliere, schaut auch einfach die Tabs an. Diese Übung ist für alle Finger der Greifhand gedacht. Wichtig ist bei allen Übungen, die Finger weitestgehend liegen zu lassen, d.h. auch nach dem Spielen einer Note den Finger nicht sofort von der Saite zu nehmen, sondern die Saite abzudämpfen, indem man den Druck von ihr nimmt. So haben die Übungen größte Wirksamkeit. Dennoch gilt: Nicht verkrampfen, Hände nach einiger Zeit lockern. Außerdem sind die Übungen im Alternate Picking-Stil und mit Metronom zu spielen.
- Nächster Punkt: Stärkung des kleinen Fingers. Die vierte Übung im pdf zwingt den kleinen Finger, sich lang, rund und flexibel zu machen. Außerdem trainiert diese Übung das Timing, denn das Aufheben der Finger muss im Takt geschehen.
- Was mich seit geraumer Zeit stört, ist meine Unfähigkeit, schnelle Sechzehntel mit String Skipping zu spielen. Also nichts mit Melo-Death-Tremolo-Licks à la Amon Amarth oder, um endgültig zu verdeutlichen, was ich meine, Riffs wie in Lack of Comprehension bei 2:13 min.
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- Ich habe kein Problem, Sechzehntel mit 120-130 bpm konstant über einen längeren Zeitraum sowie nach einigem Aufwärmen zu spielen, aber dabei setzt momentan einfach aus - die Saitenwechsel krieg ich mit der halben Geschwindigkeit nicht mal annähernd hin. Also langsam Üben, und zwar die fünfte Übung im pdf. Oktavischer Saitenwechsel mit Palm Mutes, und schon das erste Problem: Soll ich mein Alternate Picking so richten, dass die Saitenwechsel "inside" stattfinden oder umgekehrt? Oder aus Gründen der Vollständigkeit oder Flexibilität einfach beides?
Ich hoffe, euch helfen die Übungen weiter und ich hoffe auch, ihr könnt mir bei meinen Problemen helfen. Kommentiert für Kritik, Tipps, usw...
Schöne Woche noch, Syntaxon
Übungsplan IV
August 15th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Hallo zusammen,
kaum bringt Macks sein eBook “Fingergymnastik für Gitarristen” raus, habe ich auch schon meinen bisherigen Übungsplan überarbeitet – was für ein Zufall. Ich werde ihn an sechs Tagen einer Woche durchziehen und am siebten ruhen, ach wie biblisch^^. Mein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Verfeinerung meiner Technik, Kräftigung der Finger und Verbesserung der Fingerunabhängigkeit. Ungefähr eine Stunde lang übe ich also Fingerübungen (Alternate Picking, String Skipping, Bending), zwischen zwei solchen Übungen habe ich eine Legatoübung eingebaut. Zur Lockerung spiel ich Akkorde bzw. Akkordwechsel. Ganz wichtig ist jetzt auch das Aufwärmen vorm Training (Handmassage, Finger-/Sehnendehnen). Außerdem übe ich seit etwa zwei Wochen in meinem eigenen Zimmer und nicht mehr am PC, der im Familienarbeitszimmer steht. Weil ich noch zu faul war, den Verstärker umzuräumen, übe ich mit Kopfhörer über meine Pandora PX 4d. Techniken wie Tapping oder gar Sweeping lasse ich erstmal aus, ich möchte mich wirklich auf das technische “Fundament” konzentrieren. Ich merke die Fortschritte auch schon, so verwende ich z.B. Bendings viel häufiger bei Improvisationen als zuvor. Schließlich, um die Theorie noch zu vertiefen, spiele ich die Moll-Tonleiter und Moll-Pentatonik in allen Lagen auf dem Griffbrett.
Ich arbeite gerade auch an einer eigenen Komposition, die meinen gegenwärtigen Stand an der Gitarre wiederspiegeln soll. Sie muss nicht unbedingt perfekt sein, aber ich möchte etwas haben, worauf ich hinarbeiten kann, gerade weil ich sonst wenige Stücke spiele, sondern eher Technikübungen. Zudem schaue ich mich gerade nach einem Gitarrenlehrer um! Dass ich offensichtlich das Autodidakten-Dasein verlassen werde, hat wohl mehrere Gründe: der Wille nach Austausch mit einem kompetenten Ansprechpartner, um sich nicht mehr selbst korrigieren zu müssen, um einen Motivationsschub zu erfahren (nicht dass ich das nötig hätte^^), um (noch) sinnvoll(er) zu lernen, etc. Wenn möglich, möchte ich noch im August mit Unterricht anfangen.
Gestern war ich auf kleiner Einkaufstour – vier Plektren und eine Gitarrenpolitur. Dass ich mein Pick auswechsle, war höchste Zeit. Ich habe sofort gemerkt, wie schärfer und genauer mein Anschlag und somit das gesamte Spiel geworden ist. Das alte Pick war doch einige Zeit in Benutzung und inzwischen recht abgenutzt. Mit der Gitarrenpolitur werde ich meine Gitarre regelmäßig pflegen, sie besteht aus rein natürlich Bestandteilen und ist deswegen gerade für den Open-Pore-Korpus meiner Ibanez S420 geeignet. Allerdings bin ich noch auf der Suche nach einem fusselfreien Baumwolltuch^^…
Was gibts sonst noch zu sagen? Ein neues Riffff wirds heut ausnahmsweise nicht geben – der Ferienjob bei der Stadtjugendpflege spannt mich doch so ein, dass neben Üben und Jammen wenig Platz für ein paar Transkriptionen bleibt. Aber es wird wieder was vorgestellt werden, vielleicht von Akrea, Death oder Warbringer…
Machts gut,
Syntaxon
Übungsplan II
April 2nd, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Aufbauend auf den Fingerübungen aus meinem letzten Eintrag habe ich mir einen neuen Übungsplan entworfen. Er ist fünfteilig, jeden “Tag” steht eine andere Übungsgruppe im Fokus. Diese Übungen werden jeweils dreimal das Griffbrett hoch und runter gespielt, während die übrigen einmal geübt werden. Legatoübungen und die e-Moll Skala stehen täglich an.
- A I, II und III (Vierer-Gruppe)
- A IV und V (ZickZack-Gruppe)
- A VI und VII (Triolen-Gruppe)
- A VIII, IX und X (Zweier-Gruppe)
- B alle (Arpeggios)
Der Übungsplan besteht zwar nur aus fünf Teilen, ist jedoch auf eine ganze Woche ausgelegt. Also sollen der sechste und der siebte Tag zum Auffangen von Übungsrückstand (aus Zeit- oder Motivationsgründen^^) und für das Erarbeiten von “frischen” Fingerübungen dienen.
Mit einmal Üben bin ich eine gute Stunde lang beschäftigt. Dann kommt noch ein bisschen Jammen dazu.
An dieser Stelle möchte ich auch eine Website empfehlen, die ein großes Archiv an Technik/Harmonik-Übungen und Licks für die E-Gitarre birgt: Schanzels Guitar Site (siehe Link rechts)
Wer genau weiß, wo noch seine Schwächen liegen, wird hier bestimmt fündig. Für den blutigen Anfänger könnte es jedoch unübersichtlich und erschlagend wirken, da er/sie nicht weiß, wo anzufangen ist.
Schöne Grüße, Syntaxon
Übungsplan I
März 26th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Die Tage, an denen ich ausschließlich Technik und Tonleitern übe, wechseln sich mit solchen Tagen ab, an denen ich einfach nur zu einem Backingtrack (meine PX4 hat ja eine Aufnahmefunktion mit Bass- und Schlagzeuglinie) vor mich hin spiele.
An Übungstagen schaut der Plan meistens wie folgt aus:
- 20 min abwechselnd Fingerübung 1, 2, 3, 8 und 13 mit eigenen Varianten (Ziele: Sauberkeit bei Saitenwechseln/beim Anschlag, Geschwindigkeit, Stärkung der Fingermuskulatur, Hände-Koordinationstraining)
- 10 min abwechselnd Fingerübung 4 (als Arpeggio gespielt) und 7 sowie eigene Arpeggios (Ziele: Saubere Saitenwechsel, Geschwindigkeit)
- 10 min abwechselnd Fingerübung 5 und 15 (Legatospiel, Stärkung der Fingermuskulatur)
- 10 min e-moll Tonleiter in allen Lagen einprägen
- 10 min eigene oder sonstige Songs spielen/jammen
Das ist nicht immer ganz leicht einzuhalten, manchmal fehlt mir auch nach langen Schultagen noch die Energie zu spielen. Statt einer ganzen Stunde am Stück übe ich manchmal auch zweimal 30 min.
Schönen Abend noch,
Syntaxon